Eigene Erfahrungen BMWi3

Nach einer Mietphase von 4 Wochen im Sept. – Okt. 2015 eines BMWi3 mit 20kWh Batterie und Range-Extender, Reichweite 130 km elektrisch und 140 km mit Verbrenner haben wir uns entschlossen einen BMWi3 rein elektrisch mit 33kWh Batterie anzuschaffen, momentan über 2 Jahre geleast. Geliefert wurde das Auto im Jan 2017 nach etwa 8 Wochen Lieferzeit. Wir haben das Auto nun knapp 1 Jahr (10.01.2018) und sind bisher 23 000 km gefahren.

Was wir (Familie mit 2 erwachsenen Kindern 20 und 21 Jahre) berichten können an Erfahrung:

  • Fahrverhalten, Fahrdynamik, Fahrspaß sehr gut
  • Sehr gut geeignet für Berg- und Talfahrten. Das haben wir hier im Schwarzwald zu Genüge. Warum: Der Verbrauch ist in diesem Einsatzbereich beeindruckend gering, obwohl es über Berg- und Tal geht. Auch bei großem Gefälle ist die Verzögerung so ausgelegt, dass man kaum zusätzlich mechanisch bremsen muss. Negativ: Beim rekuperieren und Kurvenfahrten bergab, wird das Auto schneller, daran muss man sich erst einmal gewöhnen.
  • Weniger geeignet für größere Abschnitte auf der Autobahn. Fahrten mit dem E-Auto leben vom rekuperieren, das fehlt auf der Autobahn. Bei Geschwindigkeiten größer 120 km/h leidet die Reichweite. Bei 150km/h beträgt der Verbrauch ca. 25kWh. Somit die Reichweite nur noch ca. 170 bis 180 km. Bei 120 km/h ist die Reichweite bei ca 200 km, beide Angaben für den Sommer.
  • Im Stadtverkehr natürlich die beste Eignung. Sie stehen an der Ampel und der Motor ist aus, Energieverbrauch nur noch für Entertainment und Schnickschnak. Sie fahren flott, wenn sie wollen. Durch die geringe Geschwindigkeit, kaum Windwiderstand, beim Bremsen Rückgewinnung der Energie, somit extrem günstiger Verbrauch ohne Lärm und Abgase. Da kann kein Verbrenner mithalten.
  • Momentan zeigt uns das Auto einen Verbrauchsschnitt von 14,1 kWh/100km nach 23 000 km Fahrleistung. Das entspricht an der Tankstelle etwa 15,5 kWh/100 km. Das ist im Vergleich zu der BMWi3 Flotte relativ wenig, wir fahren auch relativ wenig Autobahn.
  • Die schmalen Reifen lassen die Optik vom Auto wenig werthaltig erscheinen, Jedoch bin ich inzwischen von dem Sinn überzeugt und wir sehen das nicht mehr als Nachteil.
  • Inzwischen sind wir von dem Design und Optik überzeugt. Wir meinen, der BMWi3 ist weltweit das einzige erschwingliche Serien E-auto das konsequent in der Entwicklung auf die neuen Anforderungen von Elektroautos getrimmt wurde.
  • Größter negativer Faktor: Mit dem Typ 2 Stecker nur mit 11kW/h ladbar, statt der möglichen 22kW/h der Ladestationen.
  • Unbedingt beachten: DC Ladefähigkeit mit 50kW/h notwendig, wenn sie größere Autobahnfahrten vorhaben. DC-Ladestationen an der Autobahn sind vorhanden. Wichtig: DC-Ladung 50kW kostet ca. 1000 € Aufpreis und geht mit der Sitzheizung einher. Die Sitzheizung ist gerade in einem E-Auto zu empfehlen, denn sie verbraucht relativ wenig Energie im Vergleich zur Innenraumheizung ->dann haben sie mindestens ein warmes Popöchen…..
  • Zu Hause brauchen sie keine Drehstrom betriebene „Wallbox“. Sie haben in der Regel immer genug Zeit das Auto mit 230V/16A zu laden. Gerade wenn sie eine Solaranlage besitzen kleiner 10 kWpeak sollten sie langsam laden, damit der komplette Ladestrom direkt von der Solaranlage kommt. -> Natürlich dann laden wenn die Sonne scheint.

Zukunft:

Wünschenswert:

  • Förderung des E-Autos an die Verpflichtung knüpfen zu Hause einen „grünen“ Stromvertrag abzuschließen. Nur mit Ökostrom macht ein E-Auto Sinn. Kohlestrom im Batterietank ist wenig sinnvoll.

Sehr wünschenswert:

  • Ferngesteuerte Ladung durch Netzbetreiber. Wenn Stromüberkapazität im Netz das Laden einschalten.  -> Netzstabilisierung
  • Möglichkeit schaffen die Batteriekapazität des E-Autos für das Rückspeisen in das Netz zu nutzen.   -> Netzstabilisierung    ->günstiger Eigenverbrauch wenn sie den Batteriestrom selbst nutzen und tagsüber mit Solarstrom laden.
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