Gutachten Ansichtsache

Die Vor- und Nachteile der beginnenden E-Mobilität für den Massenmarkt werden sehr kontrovers diskutiert.

Man muss verstehen, hinter jeder Veränderung stehen Lobbyisten für und wider. Da gibt es natürlich viele Facetten:

  • Automobilindustrie, die an der jetzigen Produktion festhalten will. Das Geschäft läuft gut
  • Zulieferer der Autoindustrie, die um ihren Absatz bangen.
  • Erdölindustrie, die keine Einbrüche im Umsatz will.
  • Staat, der zufriedene Bürger will
  • Bürger, die sich um ihren Arbeitsplatz sorgen
  • Städte, die saubere Luft wollen.
  • Staatliche Vorgaben für den Umweltschutz
  • Stromindustrie, die mehr Strom vermarkten will
  • Umweltschützer und Ärzte, die auf die Gefahren von Abgasen hinweisen.
  • Verfechter Nachhaltiger Lebensweise

Die Liste kann man erweitern.

Kurz und gut, die Interessenslage ist sehr kontrovers. Wen wundert es da, dass es sehr verschiedene Aussagen zu E-Mobilität gibt.

Machen wir einige Überlegungen:

Norwegen: E-Mobilität wird stark gefördert! Warum? Es fehlen einige wichtige Lobbyisten. Norwegen hat keine Autoindustrie. Norwegen hat viele regenerative Kraftwerke (Wasserkraft). Es gibt Interessen diesen Strom zu vermarkten. Das eigene Öl kann man besser verkaufen als den Strom. Die Regierung hat für ihre Entscheidungen keine mächtige Autolobby zu überzeugen. Die Bürger folgen ökologischen Argumenten eher weil ihre Arbeitsplätze durch einen Wandel zur E-Mobilität nicht gefährdet sind.

Somit beschließt das Land Norwegen, das für E-Autos eher ungeeignet* ist, den Verbrenneraustieg schon auf 2025.
* Harte Winter sind für E-Autos schwierig, die Batterie und der Innenraum müssen geheizt werden, das geht auf die Reichweite. Viele Bezirke in Norwegen sind dünn besiedelt ->lange Strecken zu fahren.

Bei uns ist der Sachverhalt komplexer wie oben geschildert. Bei uns gibt es viele Institute und Interessensverbände die die öffentliche Meinung beeinflussen wollen:

Ein Paar Beispiele:

„Nun der Vergleich: Ein Benziner mit einem Verbrauch von 6 Litern pro 100 Kilometer verursacht rund 140 Gramm CO2 pro Kilometer. Somit entspricht die Klimabilanz der Batterieproduktion je nach Elektroauto-Modell einer Fahrtstrecke eines Benziners zwischen 30.000 und 100.000 Kilometern.“ Quelle: Heidelberger Ifeu-Institut

oder

Eine Studie von 2008 aus der Schweiz im Auftrag der Stadt Zürich[9] gab für Benzin 1,29Diesel 1,22 und für Erdgas 1,17 als Primärenergiefaktoren an, also Benzin 77,5 %, Diesel 82 %, Erdgas 85 % Wirkungsgrad für die Herstellung.
->Für 10Liter Benzin an der Tankstelle sind 12,9 Liter notwendig, also 2,9 Liter für Förderung, Transport und Produktion. Das sind etwa 2,9l *8,6 KWh = 25kWh. Ein E-Auto fährt mit 25KWh aber 140 -150 Km. Realistisch: Ein E-Auto fährt mit der eingesparten Produktion von 10l Benzin 100km. Die Förderung und Produktion von 10 Liter Benzin, bis es an der Tankstelle ist, benötigt Energieressourcen mit denen ein E-Auto 100km fahren kann und der Verbrenner noch an der Tankstelle steht.

 

Kostenrechner BadNeustadt a.d.Saale   Eine Stadt ist pro E-Auto eingestellt.

Kostenrechner    Noch ein Rechner Ökoinstitut

oder

Betrachtung E-Auto Verbrenner  Cicero Magazin für politische Kultur Ringier-Verlag Schweiz,   Joint-Venture Springer-Verlag

Fazit:  Geben sie mir drei Tage Zeit und ich mache Ihnen das Gutachten mit dem Ergebnis das Sie mir vorher nennen.

Ob wir mit dem E-Auto die Welt retten ist eher fraglich. Mit den Verbrennerautos die Zukunft positiv gestalten bei weiter steigender Nachfrage ist mehr als fraglich.
Erdölreserven (Institut für Wärme und Öltechnik) reichen nach Stand vom Verbrauch 2015 ca. 50 Jahre. Bei zunehmendem Verbrauch entsprechend kürzer. Kann der Verbrauch der Ölförderung zunehmen:   Peak of oil  Hier wird davon ausgegangen, dass diese Höchstfödermenge etwa im Jahr 2020 erreicht ist. Was wird dann bei steigender Nachfrage mit dem Preis passieren. Was passiert dann politisch?
Peak of Oil (Focus)
Entweder ist uns alles egal und der Tenor heißt weiter so, oder wir denken über unser Tun etwas verantwortungsvoller nach,  in Verantwortung nachfolgender Generationen. Das nennt man nachhaltig leben. Das betrifft natürlich auch den Bereich wohnen (heizen), reisen (fliegen), Ernährung(Fleisch).

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